Mo 04.12.2006
ARCHIV >>>> Lesung: "ZWEIHEIMISCH. Bikulturell leben in Deutschalnd", Ignis, Köln
 
Lesung & Diskussion

Villa Ignis

Elsa-Brandström-Str. 5


Autorinnen Frdos Ferudostan und Mely Kiyak, sowie Protagonisten Nazli Mahjoubi und Thomas Hannemann sind anwesend.

Moderation: Elena Beier

Beginn 19:30
 
 
 
zweiheimisch
 
Bikulturell leben in Deutschland 
 
Cornelia Spohn (Hrsg.)
 
zweiheimisch fühlen sich Menschen, die mit zwei Kulturen leben. Als Kinder eingewanderter Familien oder binationaler Eltern sind sie in Deutschland aufgewachsen. Zwölf Porträts zeigen, wie sie ihre Lebensentwürfe zwischen familiären Traditionen und gesellschaftlichen Vorurteilen gestalten.


»zweiheimisch« stellt junge Erwachsene vor, die gelernt haben, sich zwischen den Kulturen zu bewegen und diese Erfahrung als Bereicherung zu begreifen. Sie sind in die deutsche Mehrheits-gesellschaft integriert, vergessen darüber aber nicht ihre Wurzeln und nutzen die Chance, die in der genauen Kenntnis einer anderen Kultur liegt.
Wie Oliver Sanchez, dessen Mutter zu DDR-Zeiten gegen politische Widerstände einen Kubaner heiratete und der sich selbst als »Weltmensch« begreift. Wie Nazli Mahjoubi, deren Eltern aus dem Iran flüchteten und die selbstbewusst sagen kann: »Ost und West: Ich bin eben beides.« Oder wie Steven Vo, der vietnamesische Wurzeln hat und Fußball für die deutsche Jugend-nationalmannschaft spielt.
Es berührt und begeistert, mit wie viel Energie und Mut sie ihren eigenen Weg verfolgen. Die zwölf Porträts dieses Buches zeigen ein weithin unentdecktes Potenzial unserer Gesellschaft.
Von der Stärke und Kreativität dieser jungen Menschen lässt sich viel lernen.
 
Drei Journalisten haben diese Geschichten aufgeschrieben. »zweiheimisch« zu sein charakterisiert auch ihren Lebensweg: Vito Avantarios Eltern kamen aus Italien, Ferdos Forudastans Vater stammt aus Iran und Mely Kiyak ist Tochter kurdischer Einwanderer.
 
 
Vielleicht ist das die größte Herausforderung an die Leser: sich von Biografien bezaubern zu lassen, die eben nicht die vorherrschende Sichtweise von »hier: Wir« und »da: die Anderen« bestätigen; die für das Stigma »Problemgruppe« kein Material liefern, die in keine der üblichen Schubladen passen.
Cornelia Spohn
 
 
Die Herausgeberin:
Cornelia Spohn ist Bundesgeschäftsführerin des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. Zudem ist sie ist Lehrbeauftragte der GH/Universität Kassel und konzipiert Seminare zur interkulturellen Kompetenz und Kommunikation im sozialen Arbeitsfeld.
 
 
Cornelia Spohn (Hrsg.)
zweiheimisch 
Bikulturell leben in Deutschland
200 Seiten, 36 s/w-Abb.
mit einem Essay von Tarek Badawia
Softcover|13 x 20 cm
ISBN 13: 978-3-89684-063-9
ISBN 10: 3-89684-063-0
Euro 14,– (D)